Simply Guitar - Gitarre lernen
- 4,5
- Bewertung
- 10.00M
- Installationen
- Free
- Preis

Analysiert von App-foxy
Eine Gitarre steht im Zimmer, aber der erste Schritt fühlt sich oft schwieriger an als erwartet: Welche Saite ist welche, wie hält man ein Plektrum, und woran merkt man überhaupt, ob ein Akkord richtig klingt? Genau an diesem Punkt setzt Simply Guitar an. Ich habe die Lern-App als digitalen Einstieg für Gitarre ausprobiert und dabei besonders darauf geachtet, wie der Weg vom Instrument in der Hand bis zum ersten brauchbaren musikalischen Ergebnis funktioniert.
Mein Eindruck fällt insgesamt positiv aus, allerdings nicht ohne Einschränkungen. Die App ist für Menschen gedacht, die einen klaren, geführten Anfang brauchen und nicht sofort mit Noten, Fachbegriffen oder langen Theorieeinheiten konfrontiert werden möchten. Sie richtet sich an Anfänger und funktioniert mit jeder Gitarre, wobei die Qualität der Rückmeldung stark davon abhängt, ob das Smartphone den gespielten Ton sauber aufnehmen kann. Wer einen unkomplizierten Einstieg sucht, bekommt hier eine zugängliche Lernumgebung. Wer dagegen bereits sicher spielt oder gezielt Jazzharmonik, Fingerstyle oder individuelle Technik trainieren möchte, wird relativ schnell an Grenzen stoßen.
Vom unbenutzten Instrument zum ersten Lernschritt
Die typische Ausgangslage ist leicht vorstellbar: Man besitzt eine akustische oder elektrische Gitarre, hat vielleicht ein paar Videos gesehen und möchte endlich selbst loslegen. Bei kostenlosen Clips im Internet entsteht jedoch schnell ein Problem. Die Inhalte sind oft nicht aufeinander abgestimmt. Ein Video erklärt die Haltung, ein anderes einen Akkord, danach springt man zu einem Lied, ohne zu wissen, ob die Grundlagen wirklich sitzen. Simply Guitar versucht, diese Lücke mit einem aufeinander aufbauenden Lernweg zu schließen.
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Alle Neuigkeiten ansehenDie App stammt von Simply Ltd und gehört in den Bereich Lernen. Sie ist kostenlos installierbar, wobei Google Play für In-App-Käufe zwischen 9,99 Euro und 179,99 Euro berechnet. Diese Spanne sollte man vor dem Start im Hinterkopf behalten: Der kostenlose Einstieg kann neugierig machen, aber wer den gesamten Lernweg nutzen möchte, sollte die angebotenen Kaufoptionen aufmerksam prüfen und nicht vorschnell bestätigen.
Beim ersten Kontakt ist die wichtigste praktische Frage nicht die Anmeldung, sondern die Umgebung. Das Smartphone oder Tablet muss so liegen, dass die Kamera beziehungsweise das Mikrofon die Gitarre und das Spiel gut mitbekommt. Ich würde das Gerät nicht direkt neben einen Fernseher, eine laufende Waschmaschine oder eine laute Tastatur legen. Die App kann nur sinnvoll reagieren, wenn der gespielte Ton deutlich genug ankommt. Das ist kein spezielles Problem dieser Anwendung, aber beim gitarrenbasierten Lernen besonders relevant, weil eine falsche Rückmeldung den Anfänger leicht verunsichert.
Für einen guten Start lohnt es sich außerdem, die Gitarre vor dem eigentlichen Üben zu stimmen. Eine Lern-App ersetzt kein ordentlich gestimmtes Instrument. Wenn die Saiten deutlich danebenliegen, kann ein Akkord trotz korrekter Fingerposition falsch wirken. Mein praktischer Tipp ist deshalb, die ersten Minuten nicht als verlorene Lernzeit zu betrachten: Instrument ausrichten, Lautstärke reduzieren, Störgeräusche vermeiden und erst dann mit der Lektion beginnen. So wird später klarer, ob ein Fehler aus der Handhaltung oder aus der Umgebung kommt.
Die ersten Lektionen: wenig Theorie, viel unmittelbare Aktion
Der große Vorteil des Ansatzes liegt für mich darin, dass man nicht lange auf das eigentliche Spielen warten muss. Statt zuerst eine umfangreiche Erklärung über Griffbrett, Intervalle und Akkordsymbole zu lesen, führt die App den Nutzer in kleinen Schritten an die Bewegungen heran. Das passt gut zu Personen, die durch direktes Nachmachen schneller lernen als durch abstrakte Erklärungen.
Die Rückmeldung während des Spielens verändert dabei die Rolle des Smartphones. Es liegt nicht bloß als Bildschirm vor einem, sondern begleitet den Übergang zwischen Erklärung und eigener Ausführung. Ein Anfänger sieht also nicht nur, was theoretisch zu tun wäre, sondern bekommt einen Anlass, die Hand sofort an die richtige Stelle zu setzen und den Versuch zu wiederholen. Gerade diese kurze Schleife aus Anschauen, Spielen und Korrigieren ist hilfreicher als ein Video, das einfach weiterläuft, während man selbst längst nicht mehr mitkommt.
Ich würde trotzdem nicht versuchen, jede Lektion möglichst schnell abzuhaken. Bei einer Gitarre zählt nicht nur, ob ein Ton einmal erklingt. Entscheidend ist, ob die Fingerposition reproduzierbar ist und ob der Wechsel zum nächsten Griff ohne völliges Anhalten gelingt. Die App kann den Weg strukturieren, aber die ruhige Wiederholung muss vom Lernenden kommen. Wer beim ersten Erfolg sofort zum nächsten Abschnitt springt, nimmt möglicherweise ein wackeliges Bewegungsmuster mit.
Ein nützlicher Arbeitsablauf ist, eine kurze Lektion zunächst vollständig zu verfolgen, danach die Gitarre abzusetzen und sich zu fragen: Welche Bewegung war gerade neu? Anschließend würde ich genau diese Bewegung mehrmals langsam wiederholen, bevor ich das Tempo der App übernehme. So wird aus der geführten Übung eine kleine eigene Trainingseinheit. Dieser Zwischenschritt ist nicht spektakulär, macht aber einen deutlichen Unterschied, weil Anfänger sonst leicht nur auf die nächste Bildschirmansage reagieren.
Die Übergabe zwischen App und Händen
Der schwierigste Teil des Lernens liegt nicht immer in der Erklärung. Häufig scheitert der Übergang zwischen dem, was auf dem Display zu sehen ist, und dem, was die Finger tatsächlich tun sollen. Ein Bild kann einen Akkord übersichtlich darstellen, aber die linke Hand fühlt sich am Anfang trotzdem unbeholfen an. Gleichzeitig muss die rechte Hand anschlagen, ohne die Saiten zu berühren, die eigentlich still bleiben sollen.
Simply Guitar ist in diesem Übergabepunkt besonders nützlich, weil die Lektion den Blick immer wieder zurück zum Instrument lenkt. Ich musste mich nicht selbst durch mehrere Suchergebnisse arbeiten, um die passende nächste Übung zu finden. Das reduziert eine typische Anfängerhürde: Man verbringt weniger Zeit mit der Auswahl des Materials und mehr Zeit mit dem Spielen.
Allerdings sollte man die Bildschirmrückmeldung nicht mit einem persönlichen Lehrer verwechseln. Die App kann einen gespielten Ton erkennen und den Ablauf steuern, aber sie kann nicht jede körperliche Ursache eines Problems sichtbar machen. Wenn das Handgelenk verkrampft, die Schulter hochgezogen ist oder der Daumen ungünstig hinter dem Hals liegt, braucht man zusätzlich bewusste Selbstkontrolle. Ich empfehle, gelegentlich bewusst langsam zu spielen und die Haltung im Spiegel oder mit der Frontkamera zu prüfen. Das verhindert, dass man zwar die Lektion erfüllt, aber eine unbequeme Haltung festigt.
Auch die akustische Umgebung entscheidet über die Qualität dieser Übergabe. Bei einer leisen E-Gitarre kann das Mikrofon möglicherweise weniger eindeutige Signale erhalten als bei einer kräftig klingenden Akustikgitarre. Umgekehrt kann eine sehr laute Umgebung die Erkennung erschweren. Wer mit Kopfhörern arbeitet, sollte darauf achten, dass die Gitarre selbst weiterhin ausreichend hörbar bleibt. Kopfhörer helfen gegen Ablenkung, lösen aber nicht automatisch jedes Erkennungsproblem.
Ein realistischer Alltag mit kurzen Übungseinheiten
In meinem Alltag würde ich die App nicht als zweistündigen Kursblock einplanen. Für Anfänger ist eine kurze, regelmäßige Einheit realistischer. Ein typischer Ablauf könnte so aussehen: Nach der Arbeit stelle ich das Smartphone auf einen stabilen Tisch, stimme die Gitarre und wiederhole zunächst den letzten Griff. Danach starte ich die nächste geführte Übung und spiele zum Schluss noch einmal langsam die problematische Stelle, ohne sofort auf die Bewertung zu schauen.
Dieser Ablauf hat einen wichtigen Vorteil: Die App liefert den äußeren Rahmen, aber das eigentliche Ergebnis entsteht durch die zusätzliche Wiederholung außerhalb der Ansage. Besonders bei Akkordwechseln würde ich nicht nur darauf achten, ob der einzelne Griff erkannt wird. Ich würde zwei benachbarte Griffe auswählen und den Wechsel in einem sehr langsamen Rhythmus üben. So wird die Lektion mit einer konkreten Alltagssituation verbunden, etwa dem Begleiten eines Liedes, statt nur als Bildschirmaufgabe zu enden.
Für Eltern oder Familien ist die Altersfreigabe ebenfalls unkompliziert: Simply Guitar ist mit USK ab 0 Jahren gekennzeichnet. Das bedeutet nicht, dass jedes Kind automatisch gut damit lernt. Jüngere Nutzer brauchen häufig Unterstützung beim Stimmen, bei der Geräteposition und bei der Geduld zwischen zwei Versuchen. Für Jugendliche und Erwachsene, die selbstständig anfangen möchten, ist die niedrige Zugangsschwelle dagegen angenehm.
Die technische Seite ist ebenfalls leicht zugänglich. Die aktuelle Version ist 9.7.35 und setzt Android ab Version 6.0 voraus. Wer ein älteres Gerät nutzt, sollte vor der Installation prüfen, ob das Betriebssystem noch passt. Für das eigentliche Lernen ist aber weniger die Versionsnummer als die praktische Aufstellung entscheidend: Das Display muss lesbar sein, das Gerät darf nicht wackeln, und die Gitarre sollte so gehalten werden, dass man nicht ständig die Position verändern muss.
Was am Ende tatsächlich hängen bleibt
Der sichtbare Erfolg einer solchen App besteht nicht darin, dass man nach einer Sitzung plötzlich Gitarrenprofi ist. Der realistische Gewinn ist ein geordneter Anfang. Man lernt, das Instrument regelmäßig in die Hand zu nehmen, einfache Bewegungen zu wiederholen und Fehler nicht sofort als persönliches Scheitern zu interpretieren. Für mich ist das der stärkste Nutzen: Die App senkt die mentale Hürde zwischen „Ich möchte Gitarre lernen“ und „Ich spiele jetzt tatsächlich ein paar Minuten“.
Die große Verbreitung passt zu diesem Eindruck. Simply Guitar kommt auf über zehn Millionen Installationen und eine durchschnittliche Bewertung von 4,5 bei rund 367.000 Bewertungen. Solche Werte beweisen nicht, dass die App für jeden passt, zeigen aber, dass der zugängliche Ansatz viele Menschen erreicht. Ich würde die Zahlen eher als Hinweis auf eine breite Anfängerfreundlichkeit verstehen, nicht als Ersatz für die eigene Prüfung der Lernmethode.
Ein wichtiger Unterschied zu kostenlosen Videoangeboten ist die geführte Reihenfolge. Videos sind unschlagbar, wenn ich eine ganz bestimmte Technik sofort sehen möchte oder verschiedene Erklärstile vergleichen will. Dafür muss ich selbst entscheiden, was als Nächstes sinnvoll ist. Simply Guitar nimmt mir diese Auswahl weitgehend ab. Das ist bequem und motivierend, kann aber auch einschränken: Wer bewusst seinen eigenen Lehrplan zusammenstellen möchte, fühlt sich möglicherweise zu stark durch den vorgegebenen Weg gelenkt.
Im Vergleich zu einem persönlichen Gitarrenlehrer ist die App günstiger und zeitlich flexibler, aber weniger individuell. Ein Lehrer kann sofort erkennen, warum ein Akkord schnarrt, die Fingerposition anpassen und die Übung an die Handgröße oder musikalischen Ziele anpassen. Simply Guitar ist daher besonders stark als Einstieg oder als regelmäßige Ergänzung. Für hartnäckige technische Probleme würde ich nicht ausschließlich auf die App vertrauen.
Wo der Ablauf ins Stocken gerät
Die erste Reibung entsteht bei der Tonerkennung. Wenn das Gerät die Gitarre nicht sauber hört, wird aus einer hilfreichen Rückmeldung schnell ein Ratespiel. Dann weiß man nicht, ob die Finger falsch liegen oder ob die App den richtigen Ton einfach nicht erfasst hat. In diesem Moment sollte man nicht hektisch schneller spielen. Besser ist es, das Gerät näher an die Gitarre zu stellen, Hintergrundgeräusche zu reduzieren und den Ton einzeln sowie deutlich anzuschlagen.
Eine zweite Grenze betrifft die Motivation. Die geführte Abfolge ist am Anfang angenehm, aber nicht jeder möchte dauerhaft nach einem digitalen Kursplan lernen. Manche Nutzer wollen sofort ein bestimmtes Lied spielen, andere interessieren sich stärker für Improvisation oder das Verständnis von Akkorden. Für diese Ziele kann ein frei zugängliches Tutorial, ein Lehrbuch oder Unterricht vor Ort die bessere Ergänzung sein. Simply Guitar ist kein vollständiger Ersatz für alle Wege des Gitarrenlernens.
Auch die Kostenentscheidung verdient Aufmerksamkeit. Die App ist als kostenloses Angebot zugänglich, enthält aber In-App-Käufe, die bei Google Play bis zu 179,99 Euro reichen können. Ich würde deshalb vor einer längeren Nutzung genau lesen, welche Option ausgewählt wird und ob eine Zahlung einmalig oder wiederkehrend angelegt ist. Dieser Schritt gehört für mich zum realistischen Workflow: Erst die Lernmethode ausprobieren, dann bewusst entscheiden, ob der zusätzliche Umfang den eigenen Übungsgewohnheiten entspricht.
Ein weiterer Stolperstein ist der falsche Anspruch an die Geschwindigkeit. Eine App kann den Weg übersichtlich machen, aber sie verkürzt nicht automatisch die Zeit, die Finger für neue Bewegungen benötigen. Wer Schmerzen, starke Spannung oder anhaltendes Schnarren ignoriert, sollte pausieren und die Haltung prüfen. Der digitale Kurs belohnt regelmäßiges Üben, nicht blindes Durchlaufen. Gerade Anfänger profitieren mehr von zehn konzentrierten Minuten als von einer langen Sitzung, in der die Hände nur noch verkrampfen.
Für wen ich die App empfehlen würde
Ich würde Simply Guitar einem kompletten Anfänger empfehlen, der eine Gitarre besitzt, aber keinen klaren Plan hat. Auch Menschen, die sich von langen Theorieerklärungen abschrecken lassen, finden hier einen niedrigschwelligen Einstieg. Die App eignet sich außerdem für Nutzer, die unregelmäßige Tagesabläufe haben und lieber selbst entscheiden, wann sie üben, statt feste Unterrichtstermine einzuhalten.
Besonders sinnvoll ist sie als Startpunkt vor einem späteren Unterricht. Wer zunächst grundlegende Begriffe, einfache Griffe und das regelmäßige Spielen kennenlernen möchte, kann mit der App herausfinden, ob die Gitarre wirklich zum eigenen Alltag passt. Danach lässt sich gezielter entscheiden, ob persönlicher Unterricht, ein Lehrbuch oder spezialisierte Videos die nächsten Schritte übernehmen sollen.
Weniger passend ist sie für Fortgeschrittene, die bereits sicher begleiten und nun eine sehr spezielle Richtung suchen. Auch wer eine detaillierte Korrektur der Körperhaltung, individuelle Übungen für ein bestimmtes Problem oder tiefere Musiktheorie erwartet, sollte eher einen Lehrer oder ein umfassenderes Fachangebot wählen. Die Stärke liegt nicht in maximaler Tiefe, sondern in der klaren Verbindung von Erklärung, Versuch und nächstem Schritt.
Mein Fazit nach dem vollständigen Ablauf
Simply Guitar macht den Einstieg in das Gitarrenspiel angenehm konkret. Vom ersten Aufstellen des Instruments über die geführte Übung bis zur eigenen Wiederholung entsteht ein nachvollziehbarer Ablauf, der viele typische Anfängerentscheidungen abnimmt. Ich schätze besonders, dass man nicht erst ein Lernsystem bauen muss, bevor man spielen darf. Die Anwendung bringt mich schneller vom Vorsatz zur tatsächlichen Übung.
Gleichzeitig sollte man die Grenzen ernst nehmen. Die Tonerkennung braucht eine passende Umgebung, die Rückmeldung ersetzt keine persönliche Korrektur, und der geführte Weg passt nicht zu jedem musikalischen Ziel. Dazu kommen die kostenpflichtigen Optionen, die man vor einer längeren Nutzung aufmerksam prüfen sollte. Wer diese Punkte einplant, bekommt ein brauchbares Werkzeug statt eines überhöhten Versprechens.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,5 und rund 2.200 Rezensionen wird die App von vielen Nutzern positiv aufgenommen. Für mich ist die entscheidende Frage aber nicht, ob sie beliebt ist, sondern ob ihr Ablauf zu meiner Ausgangslage passt. Wenn ich einfach anfangen, regelmäßig üben und nicht bei jeder nächsten Lektion selbst recherchieren möchte, ist sie eine gute Wahl. Die beste Nutzung besteht darin, die App als Coach für den Einstieg zu verwenden und die zusätzliche Wiederholung selbst in die Hand zu nehmen.
Unterm Strich empfehle ich Simply Guitar vor allem Freunden, die ihre Gitarre bisher hauptsächlich besitzen, aber kaum spielen. Ich würde mit der kostenlosen Nutzung beginnen, das Gerät sorgfältig positionieren und einige kurze Einheiten absolvieren, bevor ich Geld investiere. Wer danach merkt, dass die geführte Struktur motiviert, kann den Lernweg weiterverfolgen. Wer sich dagegen nach freier Liedauswahl, persönlicher Korrektur oder tieferer Theorie sehnt, sollte ohne schlechtes Gewissen zu einer anderen Lernform wechseln. Genau darin liegt die faire Einordnung: ein starker, zugänglicher Anfang, aber nicht die letzte Station für jeden Gitarristen.
Häufig gestellte Fragen zu Simply Guitar - Gitarre lernen
01Was ist Simply Guitar – Gitarre lernen und für wen eignet sich die App?
Simply Guitar – Gitarre lernen ist eine interaktive Lern-App für Anfänger und Wiedereinsteiger. Sie erklärt grundlegende Spieltechniken, Akkorde, Rhythmen und bekannte Songs in aufeinander aufbauenden Lektionen. Die Anwendung richtet sich besonders an Personen, die selbstständig zu Hause üben möchten und eine verständliche Alternative zu klassischen Gitarrenstunden suchen. Auch ohne musikalische Vorkenntnisse kann man starten, solange eine akustische oder elektrische Gitarre vorhanden ist.
02Benötige ich eine eigene Gitarre, um Simply Guitar verwenden zu können?
Ja, für die praktischen Übungen brauchst du eine eigene Gitarre. Die App nutzt das Mikrofon des Smartphones oder Tablets, um dein Spiel zu erkennen und Rückmeldung zu geben. In der Regel funktioniert sie mit akustischen Gitarren ebenso wie mit elektrischen Gitarren, wobei eine möglichst ruhige Umgebung die Erkennung verbessert. Vor dem Beginn sollte das Instrument korrekt gestimmt sein, damit Akkorde und gespielte Töne zuverlässig erkannt werden.
03Ist Simply Guitar kostenlos oder entstehen nach dem Download Kosten?
Die App kann normalerweise kostenlos heruntergeladen und teilweise ausprobiert werden, viele Lektionen, Songs und zusätzliche Lerninhalte sind jedoch nur im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements verfügbar. Vor dem Abschluss solltest du deshalb genau prüfen, welche Testphase angeboten wird, wann die Zahlung beginnt und ob sich das Abonnement automatisch verlängert. Die konkreten Preise und verfügbaren Optionen können je nach Land, Betriebssystem und aktuellem Angebot unterschiedlich sein.
04Wie gut erkennt die App mein Gitarrenspiel und was kann die Erkennung beeinflussen?
Simply Guitar kann gespielte Töne und Akkorde über das Mikrofon erkennen und dadurch direktes Feedback geben. Die Genauigkeit hängt allerdings von mehreren Faktoren ab, darunter Hintergrundgeräusche, die Entfernung zum Gerät, die Lautstärke der Gitarre und die korrekte Stimmung. Bei einer elektrischen Gitarre kann ein Verstärker oder eine ungünstige Aufstellung die Erkennung beeinflussen. Für beste Ergebnisse sollte das Mikrofon frei bleiben und die Umgebung möglichst ruhig sein.
05Kann ich mit Simply Guitar wirklich selbstständig Gitarre lernen?
Die App bietet einen gut strukturierten Einstieg und kann beim Aufbau grundlegender Fähigkeiten sehr hilfreich sein. Schrittweise Lektionen, Übungen und Songs sorgen für Motivation und machen regelmäßiges Training einfacher. Sie ersetzt jedoch nicht vollständig einen persönlichen Gitarrenlehrer, besonders wenn es um Haltung, Anschlag, komplexe Musiktheorie oder individuelle Fehlerkorrektur geht. Wer konsequent übt und die Hinweise beachtet, kann mit Simply Guitar dennoch solide Grundlagen entwickeln und erste Lieder begleiten.
Vorteile
- Kurze Lektionen passen gut in den Alltag.
- Die App erkennt gespielte Töne direkt über das Mikrofon.
- Viele Übungen bauen sich verständlich und schrittweise auf.
- Noten und Akkorde werden übersichtlich auf dem Display angezeigt.
- Für Anfänger sind kaum Vorkenntnisse erforderlich.
Nachteile
- Für die Tonerkennung ist eine ruhige Umgebung besonders wichtig.
- Der vollständige Kurs ist nur mit kostenpflichtigem Abo nutzbar.
- Nicht jede Gitarrenstimmung und jedes Instrument wird unterstützt.
- Fortgeschrittene Spieler könnten sich schnell unterfordert fühlen.
- Ein kompatibles Smartphone mit funktionierendem Mikrofon ist nötig.
Simply Guitar - Gitarre lernen
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